Inhaltsverzeichnis
des Buches Die Erschaffung der Realität
TEIL I
Die Relativität der Existenz
1. Existenz ist Wirkung
2. Das absolute Universalkontinuum
3. Die Einheit des Verschiedenen
Einige dialektische Beziehungen
4. Wesen, Relativität und Gegensatz
5. Kombinatorik und Rückkoppelung
Sich entwickelnde Systeme
6. Unumkehrbare Bewegung
7. Höherentwicklung
Hierarchie und Ganzheit
8. Harmonie, Zufall und Vorbestimmung
9. Verwobene Pyramiden
TEIL II
Die Logik der Umschreibung
10. Das infinitesimale Zentrum
11. Innerer Druck und äußerer Sog
Ordnung, Chaos und Holobewegung
12. Einfaltung und Entfaltung
13. Der Realitätstrichter
14. Das Potential zur Ordnung
Bewusste Kreativität
15. Aktivität aus der Tiefe
16. Bewusstsein - die Infinitesimalstruktur
17. Unsere permanente Wahl
TEIL III
Das kommunizierende Bewusstsein
18. Projektion und Näherungsbildung
19. Versetzen wir uns hinein...
20. Selbstbewusstsein und Selbständigkeit
Individualität und Freiheit
21. Botschaften des Unterbewusstseins
22. Die Freiheit zur Unfreiheit
23. Eine Chance den Idealen
Das dynamische Bewusstsein
24. Austausch mit dem Unterbewussten
25. Die Entdeckung des anderen
Die Erschaffung der Realität
26. Eine Frage des Beweisens?
27. Die Gleichzeitigkeit allen Geschehens
28. Im Spiel mit Wahrscheinlichkeiten
Zusammenfassungen
29. Zur Kreativität
30. Zur Wahrnehmung von Kreativität
TEIL IV
"Extremformen" des Bewusstseins und das Gewahrsein
31. Bewusstseinseinheiten
32. All-das-was-ist
33. Das Gewahrsein
Die umfassende Gerichtetheit
34. Fließende Energie
35. Die Unzerstörbarkeit des Individuums
Freiheit, Harmonie und Werterfüllung
36. Ein Gefühl für Harmonie
37. Werterfüllung
38. Die Freiheit in Liebe zu handeln
Fazit
Index
Vorbemerkungen
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Dieses Buch entstand aus dem Bedürfnis heraus, unser Wirklichkeitsgefüge unvoreingenommen von etablierten Lehren zu untersuchen, seien diese nun akademisch-wissenschaftlich, populär-esoterisch oder kirchlich-religiös. Natürlich ist völlige Unvoreingenommenheit nicht möglich. Wir sind in bestehende Zusammenhänge eingeflochten, wir müssen von unseren tatsächlichen Wahrnehmungen ausgehen, ja ich möchte sagen, wir werden bereits mit einem vorgezeichneten Weltbild geboren. Ob wir uns aber darauf beschränken, entscheiden wir in jedem Augenblick neu. Während der Esoteriker die heutige Wissenschaft nicht ablehnt, sondern nur als begrenztes Ordnungsschema einstuft, sehen die meisten gegenwärtigen Wissenschaftler mystisches Erleben als objektiv bedeutungslos an. Dem Logiker sind rein intuitiv gewonnene Einsichten suspekt. Dabei entgeht ihm, dass sein Gedankengebäude eigentlich auf nichts anderem beruht. Entgegen landläufiger Meinung kann man jedoch von einer kausal-logischen Betrachtungsweise ausgehend den geistig-seelischen Erfahrungsbereich erschließen, indem man bis an die Grenzen dieser Logik geht - und darüber hinaus. Mein Ziel ist es, so zwingend an bestimmte Erkenntnisse heranzuführen, dass sie sich von innen heraus einstellen können. Was wir auf diesem Weg finden, entspricht auch nicht unbedingt den Lehren, die sich über Jahrhunderte in okkultistischen Kreisen verfestigt haben. Wir werden mit scheinbar einfachen Wechselwirkungen in unserem täglichen Leben beginnen, sie aber in einem umfassenderen Licht betrachten, alsdann ihr Zustandekommen auf tieferem Niveau untersuchen und schließlich erkennen, dass wir unsere Realität vollständig selbst erschaffen. Währenddessen öffnen sich wenig beachtete Zugänge zu unserem Bewusstsein, anderen Individuen und dem, was man unter "Gott" verstehen kann. Den alles verbindenden Kern bildet die Lösung des klassischen Problems der Willensfreiheit. Wenn ich vorrangig Ideen des Philosophen Hegel, des Quantenphysikers David Bohm und der sogenannten "Trancepersönlichkeit" Seth heranziehe, dann nicht um mich an sie zu klammern, sondern um mit ihnen zu spielen, sie weiterzuführen und zu kreuzen. Ich werde also von jener Kreativität Gebrauch machen, der wir alle unsere Existenz verdanken und hoffe, Sie tun es beim Lesen auch. Sie brauchen dazu keine philosophischen Vorkenntnisse, lediglich Interesse an grundlegenden Zusammenhängen, eine gewisse Offenheit und die Bereitschaft mitzudenken. Vielleicht wird Ihnen aber auch einiges bekannt vorkommen und doch wieder anders. Ich zitiere beispielsweise fast überhaupt nicht, da ich kaum Texte fand, die genau das ausdrücken, was ich sagen will. Statt mich an Autoritäten auszurichten, vertraue ich auf eine konsistente Darlegung und die eigene Urteilsfähigkeit des Lesers. (Überflüssig zu betonen, dass Plagiate dieser Einstellung ebenso widersprächen.) Manche Themen behandle ich nur so ausführlich, wie es für das Gesamtkonzept erforderlich ist. Wichtige Begründungen kann ich dagegen nicht vereinfachen, ohne sie zu schwächen. Wir werden uns mit keiner oberflächlichen Wahrnehmung zufrieden geben, sondern Verknüpfungen entdecken, die unser bisheriges Verständnis weit übersteigen. Gerade in ihnen liegt der Schlüssel für neue, weniger konfliktbeladene Herangehensweisen an die Aufgaben unseres Alltags.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands beeindruckte mich unter der "neuen" Literatur vor allem das Seth-Material so sehr, dass es meine bis dahin materialistische Weltanschauung vollständig umkrempelte. Der Skeptiker in mir versuchte indessen ständig, Seths Lehren zu hinterfragen, scheinbare logische Lücken zu schließen. Innerhalb von zwei Jahren brachte ich (nunmehr nach Feierabend) eine solche Fülle von Ideen zu Papier wie nicht annähernd in der Zeit davor. Alles fügte sich zu einem vielschichtigen philosophischen System. Doch um es veröffentlichungsreif zu machen, musste ich über einen zusammenhängenden Zeitraum daran arbeiten. Ich gab also meine derzeitige Beschäftigung auf und schrieb drei Jahre an dem Buch, das Sie jetzt in der Hand halten. Da ich Seth so große Bedeutung beimesse: Wer ist das? Er selbst bezeichnet sich als einen "Energiepersönlichkeitskern der nicht mehr in der physischen Form zentriert ist". Populär-esoterisch ausgedrückt, ist er eine geistige Wesenheit, die zwanzig Jahre lang durch das 1984 verstorbene "Channelmedium" Jane Roberts sprach. Doch wer Seth ist, sollte uns nicht allzu sehr kümmern. Der Inhalt der von ihm diktierten Bücher wird für den Leser bald bedeutender als dessen Herkunft. Der Philosoph verlangt nach Folgerichtigkeit, der Mystiker nach unmittelbarer Einsicht. Mit einer einzigen Ausnahme ist mir kein Werk bekannt, das eine wirkliche Einheit von beidem herstellt. Diese Ausnahme sind die Seth-Bücher. Dennoch steht in ihnen das Erfassen durch innere Erfahrung im Vordergrund. Unser Denken entsteht aus tieferen Formen der Existenz und ist nur eine ihrer Ausdrucksformen. Ich komme zu dem gleichen Ergebnis, gehe aber anders vor, indem ich im äußeren Bezugsrahmen beginne und zeige, dass er nicht unbeirrt durchzuhalten ist. Wir müssen zunehmend unsere Intuition und unser Assoziationsvermögen einsetzen, um nicht in einem Netzwerk toter und beschränkt gültiger Regeln hängen zu bleiben. Damit der Vergleich mit dem Seth-Material leichter fällt, verwende ich manchmal Originalbegriffe daraus, erkläre sie aber auf meine Weise. Sie müssen die Seth-Literatur nicht kennen, um das Vorliegende zu verstehen. Ich gehe andererseits nicht so weit wie Seth, dessen Ausführungen viele Bände füllen, sondern beschränke mich auf das Wichtigste und eben noch Ableitbare. Nach meinen Erfahrungen werden die vier Teile dieses Buches verschiedene Lesergruppen in unterschiedlichem Maße ansprechen: Angefangen von solchen, welche zu kausalen Verknüpfungen neigen, über Vertreter ganzheitlicher Auffassungen und bekennende Baumeister ihrer Wirklichkeit bis hin zu denen, die besonders ethische Inspiration erwarten. Ein ausgesprochenes Selbsthilfebuch ist es nicht. Das Hauptgewicht liegt auf theoretischen Überlegungen, vorgeschlagene Übungen dienen zu deren Prüfung. Wie Sie allerdings feststellen werden, sind die praktischen Konsequenzen beider erheblich. Ich hätte thematisch an jeder beliebigen Stelle beginnen können. Das heißt aber nicht, dass ich auch so geschrieben habe. Bitte blättern Sie zurück, falls Sie über Unverständlichkeiten stolpern. Wenn Sie Aussagen begegnen, die Ihnen nicht einleuchten, lassen Sie sie am besten in der Schwebe und betrachten sie später noch einmal. Blicken Sie hinter das Offensichtliche beziehungsweise darunter, nach innen. Dann, das verspreche ich Ihnen, wird Ihre Realität nie wieder die gleiche sein. Claus Janew bewusstsein-und-realitaet.de
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